2.1. Festlegen von Zeitgrenzen und Themen

Gerade bei einem Patienten, der die Abläufe in einer Praxis oder in einer Ambulanz noch nicht kennt, ist es hilfreich, gleich zu Beginn anzusprechen, wie viel Zeit zur Verfügung steht. Falls der Arzt bereits eine fixe Agenda hat, sollte er dies am Anfang mit dem Patienten besprechen und klären, welche Punkte der Patient seinerseits besprechen möchte. Ein solcher Einstieg in das Arzt-Patienten-Gespräch ist bereits eine Chance für eine gemeinsame Entscheidungsfindung.
Während des Gespräches findet immer wieder ein Wechsel zwischen patienten- und arztzentrierter Gesprächsführung statt; dies folgt im Idealfall dem Ausmaß der Konkretisierung ärztlicher Hypothesen: Wenn die patientenzentrierte Gesprächsphase ausreichend Material generiert hat, um Hypothesen zu formulieren, werden diese in einem arztzentrierten Gesprächsabschnitt verifiziert, münden unter Umständen in weiterführende Hypothesen ein, die dann in einem wiederum patientenzentrierten, allerdings mehr fokussierten Gesprächsteil vom Patienten aufgegriffen und weitergeführt werden. Dieser Wechsel bedingt unterschiedliche Redestile des Patienten, der zwischen freier Rede im Narrativ und kurzer, präziser Rede im Bericht hin- und herwechselt. Diese Abschnitte sollten dem Patienten als Themen- und Stilwechsel bekanntgegeben werden, damit er sich in seinem Sprachduktus entsprechend verhalten kann.

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